03.09.2012 – Hobbycowboys im Bryce Canyon

by in California 2012, Nationalpark

Im verschlafenen Panguich starteten wir heute den Tag um 09.00 Uhr. Mal später als sonst, aber wir hatten erst heute Nachmittag um 12.15 Uhr den ersten Termin. Nach dem Morgenessen legten wir uns sogar nochmals ins Bett und schliefen noch eine Stunde weiter :D.

Heute stand der Bryce Canyon auf dem Plan und wie empfohlen, reitend auf einem Pferd :). Dieser Nationalpark wurde uns von mehreren Leuten empfohlen und darum haben wir diesen in unsere Rundreise integriert. Der Canyon ist bekannt für seine intensive orange Farbe und den vielen Hoodoos. Hoodoos sind Gesteinssäulen, die sich durch Wind geformt haben. Sie entstanden innerhalb der letzten 40 bis 60 Millionen Jahre! Nach dem Powernap gings also los. Nach nur 40 Minuten und einigen Navigationsschwierigkeiten, fuhren wir durch den Eingang des Parks und wurden dabei um $25 erleichtert. Schnell fanden wir zu der Lodge, wo wir den Reitausflug noch zahlen und die Tickets abholen mussten. Da der Trip den ganzen Nachmittag dauern soll, holten wir noch vor dem Start ein sehr trockenes Roastbeefsandwich und assen es am Treffpunkt bei den Pferden. Von Zeit zu Zeit stiessen immer mehr Leute dazu. Schlussendlich waren wir eine Truppe mit ca. 20 Hobbycowboys ;).

Nach einem kleinen Smalltalk ging’s ans Eingemachte. Jeder bekam ein Pferd, meins hiess „Miss-B“ (braune Stute) und Simone’s hiess „Jessica“ (weisse Stute mit Augenentzündung). Nach einer kleinen Einführung wie man das Pferd – sagen wir mal – „steuert“, ritten wir los Richtung Canyon. Anfangs war es noch ungewohnt, aber man gewöhnte sich schnell an das Pferd und lernte es kennen. Meine war bei den richtigen Cowboys (Tourguides) wohl bekannt als faule Stute, doch sie war nur ab und zu ein bisschen langsam :D. Wir ritten runter und rauf, durch wüstenartige Landschaften, Wälder oder direkt an der Kante von hohen Schluchten. Dazwischen gab es immer wieder was zu sehen, z.B. den bekanntesten Hoodoo „Thor’s Hammer“, Wall of Windows oder von Blitzen getroffene Bäume. Nach 2 stündigem Ritt gab es im Tal unten eine kleine Pause. Endlich – Wasser trinken! Man durfte selbst nämlich keine Flaschen mitnehmen, grml. Nachdem meine Miss-B einige Streicheleinheiten von Simone erhielte, ging es wieder los auf den Peek-A-Boo Loop Trail und dann zurück ins Camp. Nach dieser 3.5 stündiger Tour stiegen wir von den Pferden ab und verabschiedeten uns von ihnen. Völlig erschöpft, mit schmerzendem Po und O-Beinen, setzten wir uns ins Auto. Reiten ist echt anstrengend *uff*. Bevor wir den Park verliessen und Richtung Hurricane fuhren, machten wir noch einen Abstecher zum Inspiration Point. Der war echt inspirierend, seht selbst!

Nach ca. 2.5 Stunden fahrt, kamen wir in der Travellodge in Hurricane an und machten uns sofort auf Nahrungssuche. Simone hatte unbändige Lust auf Pizza und so haben wir, wie im Internet empfohlen, den Pizzabäcker auf dem Parkplatz vor einem Kino aufgesucht. Dieser war aber nirgends zu sehen :(, eventuell weil heute Labor-Day war? Naja, eine Alternative musste her und so sassen wir 5 Minuten später im Domino’s, einem bekannten Pizzalieferant. Nach längerem studieren der Karte, bestellen wir eine large Pizza mit Salami, Ananas, Peperoni und Zwiebeln und eine Vorspeise (Gefülltes Käsebrot mit Jalapeno und Speck) – mhhhhhh…. Bei Sonnenuntergang genossen wir unser Nachtessen auf der Moteltreppe und liessen den Abend im Motelzimmer ausklingen.

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