08.09.2012 – Mehr Meer in San Diego

by in California 2012, San Diego

Als unverzichtbares Morgenritual, brauchten wir was Richtiges zwischen die Beisser und viel Kaffee für einen Kickstart in den Tag. Dafür ging’s schon mal nach Downtown San Diego ins Dennys. Essen bekommt man hier sowieso immer genug, von den masslosen Kaffee-Refills holt man sich fast eine Koffeinvergiftung.

Als erstes wollten wir Downtown besichtigen. Sehenswert da ist das Gaslamp Quarter, der historische Stadtkern. Wir schlenderten hindurch und genossen die schönen Backstein-Bauten mit den Kaffees, Restaurants und vielfältigen Läden. Dann zog uns ein Laden in seinen Bann, der ‚World Market’. Wir hingen bestimmt eine Stunde fest bei den speziellen Einrichtungsgegenständen und dem Essen aus aller Welt. Um die Mittagszeit überkam uns plötzlich unglaubliche Lust auf Döner, was in Amerika jedoch nicht verbreitet ist. Also mussten wir notfallmässig WiFi auftreiben. Ganz in der Nähe gab es einen sehr gut bewerteten Imbiss. Wir steuerten also auf das Ziel ‚Kebab House’ zu, an vielen Obdachlosen vorbei (hat es in Amerika auffällig viel..) und ein paar Blocks weiter. Der Laden hat ein lustiges Logo und beim Bestellen entdeckten wir sogar ein ‚Mit Scharf?’ :D Mit +1 Lamm-Döner im Magen, liefen wir den Rest des Viertels ab, welches aus insgesamt 16 Blocks besteht.

Nachdem unsere 3h-Parkzeit abgelaufen war gingen wir weiter ins Seaport Village, ein kleines, hübsches Dörfchen beim Hafen. Mit den vielen kleinen Läden, der Anlage am Meer entlang und den Künstlern wie dem Steinturmmann, der Papageienflüstererin und dem Kite-Flieger, war es, als würden wir in eine andere Welt eintauchen.

Eigentlich wollten wir daraufhin noch die USS Midway, den gigantischen Flugzeugträger der Navy, besichtigen, da es gleich nebenan ist. Doch wir waren zuuu spät, es schloss in einer Stunde und man braucht mindestens zwei bis drei um alles zu sehen. So machten wir eine spontane Planänderung und fuhren zum Mission Beach im Norden. Wir flanierten entlang der Promenade, betrachteten die schönen Häuser und das bunte Treiben am Strand. Zurück liefen wir im Meer, entlang der Surfer und Sonnenanbeter. Überall lagen solch komische Pflanzen mit einer Knospe daran, die man witzig mit den Zehen zerplatzen konnte. Jeremy zog eine monströse davon aus dem Wasser. Auch kleine Krebse rannten im Sand herum wenn die Wellen zurückgingen und die Möwen stürzten sich darauf.

Für den Sonnenuntergang suchten wir den reichen Stadtteil ‚La Jolla’ auf, wo es eine schöne Bucht mit Robben haben soll. Nach einem Spaziergang setzten wir uns auf eine Steinmauer und schauten gemütlich der langsam untergehenden Sonne zu, kitschiges WOW. Währenddem konnten wir die Hochzeit zwischen einem Biker-Typ (verdächtig aussehend wie ein Hells Angel) und seiner goldlockige Freundin beobachten.

Sobald die Sonne weg war kamen die Kälte und die Esslust. Wir wollten unbedingt zum bekannten Burger-Restaurant ‚Hodad’s’. Anscheinend ‚Best Burgers in Town’, ein ‚Must-Have’. Das wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen, wir haben jetzt schon einige Vergleichsmöglichkeiten gesammelt. Man musste nicht lange suchen um zu erraten wo es ist, die Menschenschlange war schon von weitem zu sehen (Hallo, noch nie ein Burger gesehen?! Der muss wohl echt gut sein..). Der Imbiss ist ziemlich klein und war vollgestopft mit Leuten, also war damit zu rechnen, dass es eine Ewigkeit gehen kann. Es war etwa 20.00 Uhr, genau die Abendesszeit von Amerikaner. Schlechtes Timing. Um den Hungertod zu umgehen, verwarfen wir unsere Fleischvisionen für den Moment und gingen zu Fisch über, ab in’s Red Lobster’! Auch hier war die Hölle los, aber nicht ganz so arg, wir konnten uns zwischen Wartezeit oder Essen an der Bar entscheiden. Das Zweitere natürlich. Das grosse Pro war der Mojito den ich aufs Essen wartend schlürfte. Hier gibt es die allerbesten Shrimp-Linguinis, unbeatable. Die musste ich haben, Jeremy nahm die Shrimp-Sampler-Plate.

Auch heute plumpsten wir ins Bett und schliefen sofort ein. Sightseeing ist ja sowas von ermüdend, all diese berauschenden Eindrücke und jeden einzelnen Moment voll auskosten. Freiheit ist schön :).

 

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